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Nassabscheider können die bessere Option sein

Nassabscheider kommen zum Einsatz, wenn andere Absauganlagen, wie Trockenabscheider, nicht oder nur schwer zum Erfolg führen.

Der Abscheidegrad ist zwar bei Trockenabscheidern oft höher, aber bei brennbaren, feuchten oder klebrigen Stäuben, wie sie unter anderem beim Polieren oder Strahlen entstehen, ist die Nassabscheidung die sicherere und zuverlässigere Option. 
 

Venturi-Nassabscheider VDN: für brennbare, explosionsfähige, feuchte und klebrige Stäube

Die Venturidüsen-Nassabscheider VDN arbeiten nach dem Venturi-Prinzip und kommen in fast allen Industriebereichen und Anwendungen zum Einsatz, unter anderem beim Polieren und Schleifen. Venturi-Nassabscheider sind Absauganlagen, die auch unter dem Namen Nasswäscher oder Gaswäscher bekannt sind.

Die Absaugtechnik funktioniert so: Ein Gasstrom wird mit einem Flüssigkeitsstrom in Kontakt gebracht, um Bestandteile des Gasstroms in der Flüssigkeit aufzunehmen. Bei den übergehenden Bestandteilen des Gasstroms kann es sich um feste, flüssige oder gasförmige Stoffe handeln. Als Waschflüssigkeit kommt reine Flüssigkeit, also Wasser, zum Einsatz.

5 Gerätetypen - 5 Entsorgungssysteme
Es gibt fünf Gerätetypen, die sich hinsichtlich ihrer Entsorgungsvarianten unterscheiden. Mit den verschiedenen Gerätebaugrößen lassen sich Luftvolumenströme von 2500 m3/h bis 56000 m3/h absaugen.  

Broschüre Nassabscheider

Venturi-Nassabscheider VDN

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Kompaktnassabscheider HydronPlus: Absaugung direkt am Arbeitsplatz – mit Reinluftrückführung

Der Kompakt-Nassabscheider HydronPlus ist für Fertigungsprozesse prädestiniert, die brennbare, explosionsfähige oder klebrige Stäube erzeugen. Die energiesparende und flexible Absauganlage kombiniert die Ex-Schutz-Vorteile eines Nassabscheiders mit den hohen Abscheidewerten eines trockenen Verfahrens und macht damit eine Reinluftrückführung möglich.

Auf einen Nassabscheider folgt eine Nachfilterstufe. So kann die gereinigte Luft die festgelegten Partikelgrenzwerte weit unterschreiten und in die Halle zurückgeführt werden. Bauartbedingt unterliegt der HydronPlus nicht den Vorgaben der Verdunstungskühlanlagenverordnung (42. BImschV).

Der neuartige Nasswäscher wurde im Juli 2017 mit dem Umwelttechnikpreis Baden-Württemberg in der Kategorie „Emissionsminderung, Aufbereitung und Abtrennung“ ausgezeichnet.

Broschüre Kompaktnassabscheider

Kompaktnassabscheider HydronPlus

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Wiki: Was ist ein Nassabscheider?

Erfahren Sie hier alles über Nassabscheider und ihre Bedeutung in der industriellen Luftreinhaltung. Weitere Infos finden Sie hier: Nassabscheider Funktionsweise, Anwendungen

Nassabscheider sind Abscheidesysteme zur Reinigung belasteter Prozessluft, bei denen Wasser als zentrales Filtermedium eingesetzt wird. Im Gegensatz zu trockenen Filtersystemen erfolgt die Partikelbindung durch intensiven Kontakt zwischen dem staubhaltigen Luftstrom und einer Flüssigkeit. Dabei werden Feinstaub, Aerosole und andere Emissionen in die Flüssigphase überführt und aus dem Gasstrom entfernt. Dieses Prinzip reduziert zuverlässig Ablagerung in nachgeschalteten Rohrleitungen und Aggregaten und trägt wesentlich zur betrieblichen Luftreinhaltung bei.

Das Abscheideprinzip basiert je nach Bauart auf Trägheits-, Impaktions- oder Venturi-Effekten. In einer typischen Filterstufe wird die Luft beschleunigt und mit Wasser beaufschlagt, wodurch feinste Partikel an Wassertröpfchen gebunden werden. Eine nachgeschaltete Tropfenabscheidung trennt die mit Schadstoffen beladene Flüssigkeit vom gereinigten Luftstrom. Die erreichbare Abscheideleistung hängt maßgeblich von der Auslegung der Saugleistung, der Tropfengröße, der Strömungsgeschwindigkeit und der Kontaktintensität zwischen Luft und Wasser ab.

Ein wesentlicher Vorteil von Nassabscheidern liegt im integrierten Explosionsschutz. Bei Prozessen mit brennbaren oder explosionsfähigen Stäuben reduziert die kontinuierliche Benetzung das Risiko einer Zündung durch Funkenflug erheblich. Glühende Partikel werden unmittelbar im Wasserstrom abgekühlt und unschädlich gemacht. Dadurch eignen sich Nassabscheider besonders für Anwendungen wie Schleifen, Polieren oder Trennen, bei denen erhöhte Brand- und Explosionsgefahr besteht.

Im Betrieb ist der Wasserverbrauch ein zentraler Auslegungs- und Wirtschaftlichkeitsfaktor. Moderne Anlagen arbeiten häufig mit Kreislaufführung, Sedimentation oder kontinuierlicher Abschlämmung, um den Frischwasserbedarf zu minimieren und eine kontrollierte Entfernung der abgeschiedenen Stoffe zu gewährleisten. Die regelmäßige Entfernung von Schlamm und Partikelkonzentraten verhindert unerwünschte Ablagerung im System und sichert eine gleichbleibend hohe Abscheideeffizienz.

Durch ihre robuste Bauweise, die hohe Wirksamkeit bei Feinstaub und die sicherheitstechnischen Vorteile stellen Nassabscheider eine technisch belastbare Lösung für anspruchsvolle Anwendungen in der industriellen Luftreinhaltung dar.

FAQs

Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema Nassabscheider.

Die Wartung eines Nassabscheiders umfasst die regelmäßige Kontrolle und Reinigung des Sumpfes sowie die Entfernung des abgesetzten Schlamms. Die Wasserqualität ist fortlaufend zu überwachen, um eine konstante Abscheideleistung und den Korrosionsschutz sicherzustellen. Düsen und Sprühsysteme sind bei Bedarf auf Verstopfungen zu prüfen und zu reinigen, abhängig von Staubart und Betriebsdauer. Eine jährliche Inspektion durch Fachpersonal gewährleistet die dauerhafte Betriebssicherheit und Effizienz.

Nassabscheider sind in vielen Anwendungsfällen die richtige Wahl, auch wenn sie Nachteile mit sich bringen. Nassabscheider verursachen einen höheren Wasserverbrauch und erfordern die Entsorgung des entstehenden Schlamms. Sie sind anfällig für Korrosion, insbesondere bei aggressiven Medien oder mangelnder Wartung. In kalten Umgebungen besteht Einfriergefahr, was Schutzmaßnahmen nötig macht. Zudem ist der Energiebedarf für den Ventilator höher, da der Druckverlust im System durch die Wasservorlage größer ist als bei Trockensystemen.

Das im Nassabscheider anfallende Schlammgut ist nach den örtlichen Umweltvorschriften zu entsorgen. In der Regel wird es zuvor entwässert, um Volumen und Handhabungsaufwand zu reduzieren. Abhängig von der Stoffzusammensetzung kann es sich um Industrie- oder Sonderabfall handeln, der eine spezielle Behandlung erfordert. Die Entsorgungsart beeinflusst die Betriebskosten und sollte bereits in der Planung berücksichtigt werden.

Der Wasserverbrauch ist ein zentraler Kostenfaktor bei Nasswäschern. Neben dem Frischwasserbedarf verursachen auch die Aufbereitung und Entsorgung des Abwassers erhebliche Ausgaben. Zur Reduzierung des Verbrauchs kommen häufig Kreislaufsysteme zum Einsatz, die das Waschwasser reinigen und wiederverwenden. Die Effizienz dieser Wasseraufbereitung sowie das Schlammmanagement bestimmen wesentlich die Wirtschaftlichkeit des gesamten Abscheideprozesses.

Die Auslegung eines Nassabscheiders richtet sich nach Luftvolumenstrom, Partikelart und -konzentration sowie den jeweiligen Prozessbedingungen. Entscheidend sind Partikelgröße, Feuchte, Klebrigkeit der Stäube und mögliche Explosionsrisiken. Eine fachgerechte Beratung durch den Hersteller stellt optimale Abscheideleistung und Betriebssicherheit sicher. Eine korrekt dimensionierte Anlage vermeidet Überdimensionierung und senkt die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer.

Zukünftige Abscheidesysteme fokussieren auf höhere Energieeffizienz, intelligente Sensorik und IoT-Integration. Dadurch werden vorausschauende Wartung und flexible Anpassung an wechselnde Betriebsbedingungen möglich. Weitere Schwerpunkte sind geschlossene Kreislaufsysteme zur Reduktion von Wasserverbrauch und Abfall sowie modulare Bauweisen und neue Materialien zur Steigerung von Flexibilität und Lebensdauer.

Die Integration von Nassabscheidern in bestehende Absaugsysteme ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch präzise Planung. Luftvolumenströme und Druckverhältnisse müssen auf die Anforderungen des Nassabscheiders abgestimmt werden. Häufig sind Anpassungen an Rohrleitungen und gegebenenfalls am Ventilatorsystem notwendig, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Zudem ist der zusätzliche Platzbedarf der Anlage zu berücksichtigen.