Stäube und Rauche optimal erfassen und zuverlässig abscheiden
Beim Schweißen und Löten entstehen verschiedene Stäube und Rauche, die sich selbst mit modernsten Geräten und Anwendungstechniken nicht vermeiden lassen. Die Erfassung, Absaugung und Abscheidung ist in den meisten Fällen aus fertigungstechnischen, produktspezifischen oder arbeits- bzw. umweltschutzrechtlichen Gründen zwingend notwendig.
Der Umgang mit Schweißrauch wird oft erschwert, da er gesundheitsschädlich, giftig oder cancerogen sein kann. Insbesondere beim Schweißen von Edelstahl (CrNi-Stahl) sind in Sachen Reinluftrückführung gesonderte Gesetze zu beachten.
Beim Löten kann es vorkommen, dass die verdampfenden Stoffe klebrig sind oder riechen.
Schweißrauch und Lötrauch am Ort der Entstehung absaugen
Ein wichtiges Kriterium für die Auslegung von Anlagen im Schweißrauchbereich ist die Realisierung der Erfassung. Der abzusaugende Schweißrauch kann beispielsweise durch Düsenplatten und Absaugarme oder bei fehlender Zugänglichkeit zu den Rauch-Emissionsstellen auch über eine Hallen- oder Zentralabsaugung erfasst werden.
Grundsätzlich eignen sich für die Abscheidung von Schweißrauch und Lötrauch Trockenabscheider der Baureihen VARIO und L-CUT.
Weisen die abzuscheidenden Stoffe klebrige Eigenschaften auf, sind die passenden Filterelemente und wenn nötig, eine Eigenstaubdosierung zu wählen.
Beim Schweißen von CrNi-Stählen müssen, aufgrund der cancerogenen Eigenschaften, bei einer Reinluftrückführung in den Raum, zwingend zusätzliche Nachfilterstufen eingesetzt werden.
Bilden sich beim Löten unangenehme Gerüche, werden Aktivkohlefilter eingesetzt oder eine Reinluftrückführung in den Arbeitsraum vermieden und die gereinigte Luft nach draußen abgeleitet.
Kundenspezifisch werden Lösungen zum Explosions- und Brandschutz realisiert.
Referenzen Schweißen
Diese Kunden setzen beim Schweißen & Löten von Metall auf unsere Absauganlagen.
Wagon Automotive Nagold GmbH, Nagold - Deutschland (Karosserieteile)
Tenneco GmbH, Edenkoben - Deutschland (Abgasanlagen)
Bell Equipment Deutschland GmbH, Hörselberg / Hainich - Deutschland (Mulden)
... und viele mehr!
Wiki: Wissenswertes über "Schweißrauchfilter für industrielle Schweißprozesse"
Erfahren Sie hier alles über Schweißrauchabsaugung und ihre Bedeutung für eine saubere Fertigung:
Beim Schweißen entstehen durch die thermische Bearbeitung von Metallen sehr feine Partikel und Rauche. Zusammensetzung und Gefährdung des Schweißrauchs hängen unter anderem von Werkstoff, Beschichtung, Schweißverfahren und Zusatzwerkstoffen ab. Die jeweilige Staubart ist deshalb eine wesentliche Grundlage für die Auswahl und Auslegung eines geeigneten Schweißrauchfilters. Eine wirksame Entstaubung schützt Beschäftigte vor belasteter Atemluft und reduziert zugleich die Verschmutzung von Maschinen, Hallenflächen und technischen Einrichtungen.
Schweißrauch möglichst direkt an der Entstehungsstelle erfassen
Grundsätzlich sollte Schweißrauch möglichst nahe an seiner Entstehungsstelle erfasst werden, bevor er sich in der Umgebungsluft verteilt. Bei manuellen Arbeitsplätzen kann dies beispielsweise über einen flexibel positionierbaren Absaugarm erfolgen. Je nach Prozess kommen auch Düsenplatten, Absaughauben oder andere Erfassungselemente zum Einsatz. Ein mobiles Absauggerät beziehungsweise Filtergerät eignet sich insbesondere für einzelne oder wechselnde Arbeitsplätze. Bei mehreren Schweißstationen oder automatisierten Fertigungslinien kann dagegen eine zentrale Filteranlage zweckmäßig sein.
Ist eine direkte Erfassung aufgrund der Bauteilgeometrie, der Zugänglichkeit oder beweglicher Schweißprozesse nicht vollständig möglich, kann eine Hallen- oder Raumluftabsaugung die Quellenabsaugung ergänzen.
Filtertechnik auf Schweißrauch und Prozess abstimmen
Schweißrauch besteht überwiegend aus sehr feinen Partikeln und stellt entsprechend hohe Anforderungen an das Filtermedium. Bei abreinigbaren Filtersystemen wird der abgeschiedene Staub regelmäßig von der Filteroberfläche entfernt. Dadurch kann die verfügbare Filterfläche über längere Betriebszeiten genutzt und ein übermäßiger Anstieg des Druckverlusts vermieden werden.
Die Auswahl von Filterelementen, etwa einer Filterpatrone, richtet sich nach Partikeleigenschaften, Staubbeladung, erforderlichem Luftvolumenstrom und Betriebsweise. Auch die Häufigkeit des notwendigen Filterwechsels hängt von diesen Faktoren sowie von der Wirksamkeit der Abreinigung ab. Eine kontinuierliche Überwachung des Anlagenzustands kann dabei helfen, zunehmende Filterbeladungen frühzeitig zu erkennen.
Besondere Anforderungen durch Werkstoffe und Schadstoffe
Die Zusammensetzung des Schweißrauchs unterscheidet sich erheblich zwischen verschiedenen Anwendungen. Insbesondere bei der Bearbeitung hochlegierter Werkstoffe können gesundheitsgefährdende oder krebserzeugende Stoffe auftreten. Dies muss bei der Auslegung der Filtertechnik und insbesondere bei einer geplanten Reinluftrückführung berücksichtigt werden. Abhängig von der Anwendung können zusätzliche Nachfilterstufen erforderlich sein.
Auch Brand- und Explosionsrisiken sind bereits bei der Anlagenplanung zu bewerten. Entscheidend ist daher nicht allein das allgemeine Staubproblem, sondern die konkrete Kombination aus Werkstoff, Schweißverfahren, Emissionsmenge, Partikeleigenschaften und Betriebsbedingungen.
Schweißrauchabsaugung in automatisierten Fertigungsbereichen
In der Autoindustrie, im Maschinenbau und in anderen Bereichen mit automatisierten Schweißprozessen entstehen häufig große Mengen Schweißrauch an mehreren Emissionsstellen gleichzeitig. Hier müssen Erfassung, Rohrleitungsnetz und Filterleistung als Gesamtsystem betrachtet werden. Zentral ausgelegte Filteranlagen können mehrere Arbeitsplätze oder Roboterzellen versorgen, während dezentrale Lösungen eine gezielte Absaugung einzelner Fertigungsbereiche ermöglichen.
Eine fachgerecht dimensionierte Schweißrauchabsaugung verbindet damit eine möglichst quellnahe Erfassung mit einer auf die tatsächliche Staubbelastung abgestimmten Abscheidung. Entscheidend für einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb sind neben dem geeigneten Filtersystem auch eine ausreichende Filterfläche, kontrollierte Abreinigung sowie regelmäßige Inspektion und Wartung.
FAQs zum Thema "Schweißrauch und Lötrauch sicher absaugen"
Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Schweißrauchfilter für industrielle Schweißprozesse":
Für die Abscheidung von Schweißrauch, insbesondere bei hochlegierten Stählen mit krebserzeugenden Bestandteilen, sind nach EN 15012-1 Filter der Klasse W3 vorgeschrieben. Sie erreichen über 99,9 Prozent Abscheidegrad für Partikel ab 0,1 µm. Die Filterklasse ist nach Gefahrstoff und Partikelgröße auszuwählen. Für krebserzeugende Stoffe sind stets Filter der Klasse H13 oder H14 mit mindestens 99,95 Prozent Abscheidegrad einzusetzen.
Die Betriebskosten werden primär durch Energieverbrauch und Filterstandzeit bestimmt. Frequenzgeregelte Ventilatoren und effiziente Filtermedien senken den Energiebedarf um bis zu 30 Prozent. Eine präzise Differenzdrucküberwachung bestimmt den optimalen Zeitpunkt für Filterreinigung oder Wechsel. Empfohlen sind Antriebe der Energieeffizienzklasse IE3 oder höher sowie ein präventives Wartungsprogramm.
Bei häufig wechselnden Arbeitsplätzen, geringer Schweißintensität oder als Ergänzung bestehender Systeme. Für Einzelarbeitsplätze bieten mobile Geräte Flexibilität und niedrigere Anfangsinvestitionen. Übliche Luftleistung bis etwa 2.000 m³/h; auf W3-Zertifizierung nach EN 15012-1 achten. Für wechselnde Schweißaufgaben ein Modell mit leistungsstarker Erfassungshaube und mindestens Filterklasse M wählen.
Die notwendige Saugleistung richtet sich nach Raumvolumen, Anzahl der Schweißarbeitsplätze und Art der Schweißprozesse. Als Richtwert gilt eine Luftwechselrate von 4 bis 8 pro Stunde. Die genaue Auslegung erfolgt nach VDI 2262 Blatt 1 unter Berücksichtigung lokaler Erfassungselemente. Zur sicheren Einhaltung der gesetzlichen Arbeitsplatzgrenzwerte wird die Ermittlung durch einen Fachplaner empfohlen.
Aluminiumstaub ist hoch brennbar; bei geeigneter Konzentration und Partikelgröße sind Staubexplosionen möglich, meist in den Klassen ST1 oder ST2. Abscheidesysteme müssen der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU entsprechen, mit druckstoßfestem Gehäuse und Explosionsschutz wie Berstscheiben. Es sind Nassabscheider oder trockene Abscheider mit integriertem ATEX-Explosionsschutz einzusetzen.
Selbstreinigende Filter mit Druckstoßreinigung halten die Saugleistung konstant und verlängern die Standzeit der Filterelemente um bis zu 50 Prozent. Sie senken Wartungsaufwand und Entsorgungskosten. Die Reinigung startet automatisch bei Erreichen eines definierten Differenzdrucks und erhält die Energieeffizienz. Für niedrige TCO und unterbrechungsfreien Betrieb sind Absauganlagen mit automatischer, druckgesteuerter Filterreinigung zu bevorzugen.
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