Schwer- und Leichtfraktion zuverlässig und mit hoher Anlagenverfügbarkeit abscheiden
Mischschrott und Altmetalle werden auf modernen Großshreddern zerkleinert, teilweise ganze Fahrzeugkarossen. Dabei entstehen staub-, gas- oder dampfförmige Emissionen, die durch Absauganlagen erfasst werden müssen.
Die Erwartungen der Shredderbetreiber sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen, was die Verfügbarkeit der Anlagen, die Qualität der erzeugten Produkte und die Energieeffizienz betreffen.
Für eine hohe Verfügbarkeit der Absaugtechnik ist wichtig, dass diese auch einen Explosionsfall im Shredder unbeschadet übersteht. Unmittelbar im Anschluß an ein solches Ereignis muss die Entstaubung direkt weiter betrieben werden können.
In Zeiten steigender Energiepreise und knapper werdenden Ressourcen rückt die Energieeffizienz der Anlagen immer stärker in den Vordergrund. Damit sind optimierte Luftführungen und energieeffiziente Dimensionierungen der Anlagen erforderlich.
Weitere Lösungen im Bereich Recycling und Entsorgung
Keller Lufttechnik bietet zudem Absauglösungen für folgende Anwendungen:
- Verbundstoffaufbereitung
- Transport und Recycling von PET-Flaschen
- Elektronikschrottrecycling
- Kunststoffrecycling
- u.v.m.
Mit robuster Anlagentechnik stark abrasive Stäube sicher und wirksam abscheiden
In der Regel werden Shredder aufgrund der geringen Explosionsgefahr mit Nassabscheidern abgesaugt.
In Zukunft werden die zulässigen Reinluftgrenzwerte jedoch sinken und alternative Lösungen gefordert sein, um den gewünschten Luftreinheitsgrad zu erreichen.
Keller setzt bereits heute bei der Abluft-Reinigung auf Trockensysteme, die die Emissionen wirkungsvoll verringern. Zur Vorabscheidung grober Partikel werden Zyklone eingesetzt.
Bei der Abluft von Shredderanlagen handelt es sich meist um St-1 Stäube. Hier genügt in der Regel eine explosionstechnische Entkopplung der angeschlossenen Rohrleitungen von den geschützten Abscheidern. Liegen höhere Staubexplosionsklassen vor, kommen weitere konstruktive Explosionsschutzmaßnahmen zum Einsatz, wie beispielsweise ein Schnellschlussschieber oder Löschmittelsperren.
Galloo setzt bei der Abluft-Reinigung auf Abscheidetechnik von Keller
Artikel KundenmagazinReferenzen Groß-Shredder
Diese Kunden setzen beim Shreddern auf unsere Absauganlagen.
Mayer Recycling GmbH, St. Michael in der Obersteiermark, Österreich
... und viele mehr!
Wiki: Wissenswertes zum Thema "Abluftreinigung für Groß-Shredder"
Erfahren Sie hier alles über die Entstaubung von Groß-Shreddern und ihre Bedeutung für die Recyclingbranche.
Beim Shreddern von Mischschrott, Altfahrzeugen und anderen Recyclingmaterialien entstehen erhebliche Mengen an Staub sowie gas- und dampfförmige Emissionen. Eine leistungsfähige Absaugung erfasst diese Emissionen unmittelbar an Shredder, Fördertechnik und nachgelagerten Aufbereitungsstufen. Dadurch werden die Maschinenumgebung und die Arbeitsbedingungen für die Facharbeiter verbessert und Staubablagerungen innerhalb der Entsorgungsanlage reduziert.
Abfallart und Abfallmenge bestimmen die Auslegung
Für die Dimensionierung der Absauganlage sind insbesondere Abfallart, Abfallmenge und der zu erwartende Lastanfall entscheidend. Metallischer Mischschrott erzeugt beispielsweise andere Emissionen als Produktionsabfall, Kunststoffreste oder ein leichter Folienrest. Auch die eingesetzte Zerkleinerungstechnik – vom Cutter bis zum Groß-Shredder – beeinflusst Partikelgrößen, Staubkonzentration und erforderliche Luftvolumenströme. Die genaue Beantwortung dieser verfahrenstechnischen Fragen bildet daher die Grundlage für die Auslegung der Absaug- und Filtertechnik.
Nass- oder Trockenabscheidung
Für Groß-Shredder kommen sowohl Nass- als auch Trockenabscheider infrage. Nassabscheider eignen sich insbesondere für Anwendungen, bei denen Brand- und Explosionsrisiken berücksichtigt werden müssen. Eine trockene Filteranlage ermöglicht dagegen hohe Abscheidegrade und kann bei entsprechendem Anlagenkonzept zur Einhaltung niedriger Emissionswerte eingesetzt werden. Stark abrasive Grobpartikel lassen sich bereits vor der eigentlichen Filterstufe beispielsweise durch Zyklone abscheiden und dadurch von nachfolgenden Komponenten fernhalten.
Explosionsschutz und Anlagenverfügbarkeit
Shredderprozesse können explosionsfähige Staub-Luft-Gemische erzeugen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen richten sich nach den konkreten Stoff- und Prozessparametern und können unter anderem eine explosionstechnische Entkopplung der Rohrleitungen oder weitergehende konstruktive Maßnahmen umfassen. Gleichzeitig sollte das Anlagenkonzept darauf ausgerichtet sein, eine unnötige Unterbrechung des Shredderbetriebs zu vermeiden und eine hohe Verfügbarkeit der Absaugung sicherzustellen.
Austragung und Entsorgung mitdenken
Die Abscheidung endet nicht an der Filteranlage. Auch Austragung und Weitertransport des abgeschiedenen Materials müssen auf das vorhandene Entsorgungssystem abgestimmt werden. Materialeigenschaften, Staubmenge und Betriebsweise bestimmen, wie Rückstände gesammelt, ausgetragen und der weiteren Verwertung oder Entsorgung zugeführt werden. Ein ganzheitliches Anlagenkonzept betrachtet deshalb Erfassung, Luftführung, Abscheidung und Materialaustrag als zusammenhängenden Prozess.
FAQs zum Thema "Abluftreinigung für Groß-Shredder"
Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Entstaubung von Groß-Shreddern":
Maßgeblich sind Staubeigenschaften (Abrasivität, Partikelgröße), erforderlicher Volumenstrom, verfügbare Aufstellfläche und angestrebte Energieeffizienz. Zusätzlich ist die Total Cost of Ownership (TCO) über den gesamten Lebenszyklus zu bewerten. Richtwert: spezifischer Energieverbrauch unter 1,5 kW je 1000 m³/h.
Durch Frequenzumrichter für bedarfsgerechte Ventilatorregelung, strömungsoptimierte Rohrleitungen mit einem Druckverlust von maximal 20 Pa pro Meter sowie Reinluftrückführung und Wärmerückgewinnung zur Senkung der Heizkosten. Erforderlich sind zudem regelmäßige Energieaudits und Systemanpassungen.
Maßgeblich sind VDI 2262 Blatt 3 und TRGS 560. Gefordert werden eine kontinuierliche Überwachung der Staubkonzentration in der Reinluft mit Zielwert Reststaub unter 0,1 mg/m³, redundante Filterstufen sowie eine automatische Abschaltung bei Grenzwertüberschreitung.
Begrenzte Aufstellflächen, zusätzliche statische Lasten für das Gebäude und die Kompatibilität mit der bestehenden Steuerung. Erforderlich sind eine präzise Schnittstellenanalyse und eine detaillierte 3D Planung. Zudem ausreichend Zeit für Anpassungen der Rohrleitungen und die elektrische Integration einplanen.
Durch präventive Wartung, den Einsatz robuster, abrasionsbeständiger Komponenten, zustandsbasierte Überwachung per Sensorik wie Differenzdruck- und Schwingungsmessung sowie ein vorausschauendes Ersatzteilmanagement mit geplantem Tausch der Verschleißteile spätestens nach 8.000 Betriebsstunden.
Die TCO umfasst Anschaffung, Energieverbrauch, Wartung und Kosten für Filtermedien; die Filterelemente halten bei Dauerbetrieb in der Regel 2 bis 3 Jahre. Hinzu kommen Entsorgungskosten für Reststoffe sowie mögliche Amortisationseffekte durch höhere Produktqualität. Insgesamt liegen die laufenden Betriebskosten häufig über den einmaligen Anschaffungskosten.
Links
Eingesetzte Produkte
Schlauchfilter JET-SET >>
Venturi-Nassabscheider VDN >>
Vorabscheider >>
Explosionsschutz
Informationen zum Thema "Explosionsschutz nach ATEX" >>
Gesetze und Richtlinien
TA-Luft: Reinhaltung der Luft - Emissionsgrenzwerte >>
42. BImSchV: Vermeidung der Gefahren durch Legionellen bei Nassabscheidern >>
VDI 2262-3: Luftbeschaffenheit am Arbeitsplatz - Reinluftrückführung >>
TRGS 900: Arbeitsplatzgrenzwerte >>
TRGS 560: Luftrückführung bei krebserzeugenden Stäuben >>
DGUV-Regel 109-002 (früher: BGR 121): Arbeitsplatzlüftung >>
1999/92/EG (früher: ATEX 137): Betreiber-Richtlinie Explosionsschutz >>
2014/34/EU (früher: ATEX 114): Hersteller-Richtlinie Explosionsschutz >>
EN 1127-1: Explosionsfähige Atmosphären >>
TRBS 727: Vermeidung von Zündgefahren in Folge elektrostatischer Aufladungen >>
VDI 2263-6: Brand- und Explosionsschutz für Entstaubungsanlagen >>