Saubere Luft beim Compoundieren und Extrudieren
Bei der Veredelung und Konfektionierung von Kunststoffen im Bereich der Kunststoff-Granulierung bestehen sehr hohe Anforderungen an alle Funktions-Komponenten zur Sicherung einer hohen Anlagenverfügbarkeit. Neben der Verfahrenstechnik selbst ist dabei die Erfassung von Stäuben und Dämpfen bzw. die allgemeine Reinhaltung der Luft in den Betriebsräumen ein wesentlicher Aspekt.
Keller Lufttechnik verfügt über die nötige Erfahrung im Umgang mit Stäuben, Gasen (Dämpfen) und klebrigen Aerosolen, wie sie beim Compoundieren und Extrudieren entstehen bzw. freigesetzt werden. Mit ausgereifter Technik werden Emissionen sachgerecht an Ort und Stelle abgesaugt und in zentralen oder dezentralen Absauganlagen gefiltert bzw. abgeschieden.
CLEACOM - ausgereifte 24/7 Verfahrenstechnik
Beim Extrudieren werden Aerosole und Dämpfe freigesetzt. Diese werden mit Absaughauben erfasst und mit Wasser benetzt an einen Nassabscheider weitergeführt. Im Nassabscheider wird Wasser als Filtermedium genutzt – mit dem Vorteil einer hohen Betriebssicherheit trotz klebriger Emissionen.
Die Stäube aus dem Bereich der Aufbereitung (Mischen, Wiegen und Zugeben) werden einem Trockenabscheider zugeführt.
Verschmutzung und Oberflächenstaub werden durch ein weiteres Trockensystem mit Vakuumerzeugung händisch abgesaugt.
Grundsätzlich sind andere Ausführungen und Konfigurationen möglich, wenn dies gewünscht ist oder wegen der Emissionsart sinnvoll erscheint.
Referenzen Compoundieren
Diese Kunden setzen beim Compoundieren auf unsere Absauganlagen.
Coperion GmbH, Stuttgart - Deutschland
Aurora Kunststoffe GmbH, Neuenstein - Deutschland
Celanese Services Germany GmbH, Utzenfeld - Deutschland
PolyOne Theodor Bergmann GmbH, Gaggenau - Deutschland
AKRO-PLASTIC GmbH, Niederzissen - Deutschland
... und viele mehr!
Wiki: Wissenswertes zum Thema "Absaugung beim Compoundieren und Extrudieren"
Erfahren Sie hier alles über Extruderabsaugung und ihre Bedeutung für die Kunststoffindustrie.
Bei der Compoundierung werden Kunststoffe mit Additiven, Füllstoffen, Verstärkungsstoffen oder anderen Polymeren gemischt und anschließend im Extruder aufgeschmolzen, homogenisiert und granuliert. Dabei können je nach Material und Prozess unterschiedliche Emissionen entstehen: Stäube beim Mischen, Wiegen und Dosieren sowie Dämpfe und klebrige Aerosole während der Extrusion. Eine abgestimmte Absaugung erfasst diese Stoffe möglichst nah an ihrer Entstehungsstelle und führt sie einer geeigneten Abscheidung zu.
Unterschiedliche Emissionen erfordern unterschiedliche Abscheideverfahren
In der Kunststoffindustrie lässt sich die Absaugung einer Compoundierlinie deshalb häufig nicht mit einem einzigen Abscheideverfahren lösen. Trockene Stäube aus der Materialaufbereitung können über eine Trockenabscheidung mit geeigneter Filtertechnik erfasst werden. Für klebrige oder kondensierende Emissionen am Extruder kann dagegen eine Nassabscheidung sinnvoll sein. Oberflächenstaub und Materialreste lassen sich ergänzend über ein separates Vakuumsystem aufnehmen.
Entscheidend ist, die Absaugtechnik auf die Eigenschaften der jeweiligen Emission abzustimmen. Zu berücksichtigen sind unter anderem Partikelgröße und Staubbeladung, Feuchtigkeit, Klebrigkeit, Temperatur, Kondensationsverhalten sowie mögliche Brand- und Explosionsgefahren.
Erfassung direkt am Extruder
Dämpfe und Aerosole sollten möglichst unmittelbar an den Austrittsstellen des Extruders erfasst werden. Dafür kommen beispielsweise angepasste Absaughauben zum Einsatz. Eine wirksame Erfassung reduziert die Ausbreitung der Emissionen in der Produktionshalle und schützt zugleich Maschinen und Gebäudeflächen vor Ablagerungen. Die erforderlichen Luftvolumenströme sind dabei so auszulegen, dass Emissionen sicher erfasst werden, ohne den Produktionsprozess unnötig zu beeinflussen.
Anlagenkonzept und Planungssicherheit
Ob zentrale oder dezentrale Absauganlage, Trocken- oder Nassabscheidung oder eine Kombination verschiedener Verfahren geeignet ist, hängt vom konkreten Compoundierprozess ab. Neben den Stoffeigenschaften sind Anzahl und Betriebsweise der Extruder, erforderliche Luftmengen, Rohrleitungsführung, Aufstellsituation und Wartungszugänglichkeit zu berücksichtigen. Eine frühzeitige Einbindung der Absaug- und Filtertechnik in die Anlagenplanung schafft Planungssicherheit und ermöglicht eine auf Prozess, Anlagenverfügbarkeit und Arbeitsschutz abgestimmte Gesamtlösung.
FAQs zum Thema Extruderabsaugung
Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema „Absaugen von Stäuben und Dämpfen beim Compoundieren und Extrudieren”.
Bei der Compoundierung entstehen vor allem Stäube, Dämpfe, Aerosole und flüchtige organische Verbindungen (VOCs). Zusammensetzung und Konzentration variieren je nach Polymer, Additiv und Prozessparameter. Häufig entstehen auch thermische Zersetzungsprodukte, die gesundheitsschädlich sein und die Luftqualität am Arbeitsplatz beeinträchtigen können.
Die Wirtschaftlichkeit von Absauganlagen in der Kunststoffverarbeitung steigt durch den Einsatz energieeffizienter Motoren und bedarfsgerechter Steuerungssysteme. Frequenzumrichter passen den Volumenstrom automatisch an die Produktionslast an und senken so den Energieverbrauch. Regelmäßige Wartung und langlebige Filtermedien verringern Ausfallzeiten und Wartungskosten.
Digitalisierte Systeme ermöglichen die Echtzeitüberwachung und Analyse von Emissionsdaten. Sensoren messen fortlaufend Partikelkonzentrationen, Gaswerte und Drücke. Die gewonnenen Daten dienen der prädiktiven Wartung, optimieren Filterwechsel und sichern die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte.
Klebrige Aerosole können Rohrleitungen und Filtermedien verkleben und die Leistungsfähigkeit der Absauganlage schnell mindern. Daher sind spezielle Abscheidesysteme wie Nassabscheider erforderlich, die Wasser als Filtermedium nutzen. Diese Technik sichert den kontinuierlichen Betrieb und verhindert die Verstopfung trockener Filtersysteme.
Aktuelle Entwicklungen fokussieren auf die Rückgewinnung von Rohstoffen und Energie aus Abluftströmen. Im Einsatz sind thermische Verfahren zur Verwertung flüchtiger organischer Verbindungen mit Energierückgewinnung sowie neue Filtermaterialien mit längeren Standzeiten. Zudem entstehen Systeme, die CO2 abscheiden oder wertvolle Nebenprodukte isolieren.
Mangelhafte Absaugsysteme können Staub und Partikel in den Prozess zurückführen und das Granulat verunreinigen. Dadurch verschlechtern sich mechanische und optische Eigenschaften des Endprodukts. Eine saubere Produktionsumgebung ist daher Voraussetzung für hochwertige Kunststoffprodukte.
Bei der Installation von Luftreinigungsanlagen in der Compoundierung sind die Vorgaben der TA-Luft für Emissionsgrenzwerte, die 42. BImSchV zur Vermeidung von Legionellen bei Nassabscheidern, die Arbeitsplatzgrenzwerte nach TRGS 900 sowie die ATEX-Richtlinien zum Explosionsschutz zu beachten. Diese Regelungen gewährleisten den Schutz von Umwelt und Beschäftigten.
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42. BImSchV: Vermeidung der Gefahren durch Legionellen bei Nassabscheidern >>
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DGUV-Regel 109-002 (früher: BGR 121): Arbeitsplatzlüftung >>
1999/92/EG (früher: ATEX 137): Betreiber-Richtlinie Explosionsschutz >>
2014/34/EU (früher: ATEX 114): Hersteller-Richtlinie Explosionsschutz >>
EN 1127-1: Explosionsfähige Atmosphären >>
TRBS 727: Vermeidung von Zündgefahren in Folge elektrostatischer Aufladungen >>
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